etztes Jahr zur selben Zeit erkundeten wir den westlichen, steirischen Teil des Toten Gebirges. Was östlich hinter den Kalkmassen des Rotgeschirrs lag, verlockte uns sehr, da die letztjährige Wanderung trotz Hitze und resultierendem Durst ein Höhepunkt war. Mitte August packten wir also unsere Rucksäcke und stiegen von der oberösterreichischen Seite aus dem Almtal auf das Kalkhochplateau; die Gewitterwolken dräuten schon den ganzen Tag, die Bremsen schwirrten und bissen, der Aufstieg trieb den Schweiss aus den Poren – aber nach dem Gepäckablegen in der Welser Hütte kamen die Lebensgeister wieder und wir stiegen unbeschwert bis zum Fleischbanksattel auf. Die Wolken hatten wir im Blick und sassen das nachmittägliche (ordentliche!)Gewitter gut beschützt in der Hütte aus.
Relativ gut ausgeruht (Ohropax sind doch eine gute Erfindung, hat nun auch Rainer erkannt) erkundeten wir am nächsten Morgen ein Seitental Richtung Arzlochscharte. Der vorabendliche Regenguss konnte keine lange Abkühlung erzeugen, daher entschieden wir uns für einen baldigen Abstieg und tauchten am Heimweg noch im Traunsee ein – das Treiben am See war ungewohnt nach zwei fast einsamen Tagen im Gebirge!
























