9. – 10. Mai 2015
ie nächste Nacht beginnt zwar ruhig und harmlos, aber bald rüttelt und schüttelt es am Zelt und wir wissen, dass die Burja (ein gefürchteter Fallwind aus dem Norden) einfällt. Zum Glück flaut sie beim Frühstücken schon ab, sonst wäre unsre Wanderung entlang der Felskante undenkbar. Hinter der Kante breitet sich wieder Wald aus, kaum eine Strasse führt durch besagten Trnovski gozd. Die Höfe auf dem Plateau leben karg auf dem Kalk, die vielen Dolinen und Höhlen des Karst erahnen wir nur vom Weg aus. Auch Silja bleibt brav auf dem Pfad, ausstreunen zu seltenen Pflanzen ist nicht opportun! Dieser erste Eindruck der Karst-Hochebene, am Weg zum Dolski maj, macht uns Lust auf mehr Entdeckungen – am Folgetag schwingen wir uns morgens gleich wieder auf die Räder und wir umrunden „Gora“, wie die Einheimischen ihren Bergrücken nennen, grosszügig. Der Blick von der Kante in die Ebene von Ajdovscina hinunter fasziniert uns immer wieder, hier ist der abrupte Szenenwechsel wieder! Oben eisiger Wind, unten schwüle Frühsommerhitze – während der kilometerlangen Talfahrt tauen wir wieder auf. Da spricht dann nichts gegen ein sonntägliches Eis im Zentrum von Ajdovscina 🙂 Ein bisschen Wehmut schleicht sich schon ein, denn es ist unser letzter Tag hier im liebgewonnenen Vipava-Tal, morgen geht es südwärts in den „echten“ Karst, mit viel lokalem Pfirsichsaft im Gepäck!
- Wanderung von Aidovscina in das Trnovski Gozd-Gebirge zum Dolski Maj
- Radtour von Vrhpolje über Bela-Col-Predmeja (Trnovski Gozd) bis zur Iztok-Hütte



































