die beiden Reisenden in Aktion

2.-4. Mai 2015

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Jahre lang brachte Rainer bei jeder Urlaubsplanung Istrien wieder ins Spiel – davor lockten uns Gegenden im Norden, die uns rad-tauglicher schienen, dann liess uns die Österreichische Bundesbahn im Stich, letztes Jahr machte uns der lange  Winter im Süden einen Strich durch die Rechnung, … und diesmal scheiterte es fast an Rainers später Grippe, dass wir dieses langumworbene Ziel beinahe wieder nicht erreichen würden. Unser ursprünglicher Plan war, von Puch/Hallein mit Zug nach Villach zu fahren und ab dort in die Pedale zu treten, auf den Spuren von unseren Freunden Käthe und Herbert, so wie all die Male zuvor. Siljas Reiseplanung wurde immer verzagter, schliesslich ist Slowenien als „Durchgangsland“ sehr gebirgig – wie sollten wir das mit grossem Radgepäck schaffen, nochdazu, wo die Zeltplätze teils dünn gesät sind? Beide untrainiert, Rainer zusätzlich mit Zahnbeschwerden nicht auf der Höhe der Zeit?

Kurzum, wir beschlossen, diesmal eine „Komfort“reise zu unternehmen, mit Auto und Zelt, sodass wir längere Passagen mit Regen oder fehlenden Campingplätzen überbrücken können. Eine gute Entscheidung – aber nicht wegen des Wetters! 3 Wochen beste Rad- und Wanderbedingungen, ausser zu Beginn und am Ende, da goss es aus Kübeln. Das Zelt, obwohl auch nicht mehr das jüngste, hielt dicht – was will man mehr? Sorgenfrei umschifften wir dank fahrbarem Untersatz einige Ecken Sloweniens, wo weit und breit kein Zelt legal aufgeschlagen werden kann.

Unseren Ausgangspunkt verlegten wir spontan in die Südsteiermark; nach einem Besuch bei Rainers Eltern starteten wir geruhsam in die Ferien, mit einer Wanderung im Nebeldunst entlang der Südsteirischen Weinstrasse, parallel zur Grenze zu Slowenien. Auf der südlichen Seite war der Eindruck grüner, weniger perfekt kultiviert, verwunschener…einsame Weinhöfe zwischen ungezählten Hügeln und verwuchterten Gräben, keine Heurigen-Touristen wie in Österreich – und das nur wenige hunderte Meter entfernt.

Am Tag danach, mittlerweile eingestimmt auf Ferienmodus, radelten wir entlang der Mur nach Bad Radkersburg; ein lebendiges Städtchen, gut erhalten und schon südlich angehaucht…zurück nach Mureck durchs Kürbis- und Maisfelder-Hinterland mit Blick auf die Weinberge. Das erste Mal, dass Sonne auf unsere sonnenentwöhnten Beine und Arme trifft, bis zur Schokoladenbräune sollte es aber noch dauern.

  • Wanderung durch die Weingegend (Südsteirische Weinstrasse) rund um Spielfeld; von Zieregg über den Aussichtsberg Placki Vrh bis zum Repolusk. Der Weg verläuft an der Grenze Österreich-Slowenien.
  • Radtour von Mureck nach Bad Radkersburg am Murradweg. Retour via Halbenrain und Ratschendorf.
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