er Werratalradweg gehört zu den Klassikern unter den Flussradwegen in Deutschland. Er punktet weniger durch Superlative im Sinne von Flussbreite oder Länge, sondern mehr durch kleine geheimnisvolle Orte, viel Natur und alte Stadtkerne. Unsere Reise führt uns vom sehr unterschätzten Kassel zuerst nach Hann. Münden, wo wir uns nach der Anreise mit dem Zug einnisten und eine kleine Runde in der beschaulichen Stadt gönnen. Hier treffen die Weser und die Werra zusammen.
Wie schon so oft entscheiden wir uns für die antizyklische Route, wir folgen dem Lauf der Werra also flussaufwärts in Richtung Quelle. Das sorgt für gemütliches, einsames Fahren, so wie wir es eben gern haben. Bis zum Ende des ersten Abschnittes in Eschwege sind die Steigungen auch eher beschaulich, gegen Ende kommt es dann etwas heftiger, mehr dazu aber in Teil 2.
Besonderheiten
Auffallend in der Region ist die hohe Anzahl von Rapsfeldern. Wir kommen zu einer Zeit durchs Tal wo diese bereits in voller Blüte stehen, tiefgelb strahlen uns die Hänge entgegen. Ungewöhnlich auch das warme und stabile Wetter, wir hatten viel mehr Regen befürchtet, stattdessen heizt es sich übertags schon recht auf und treibt uns so immer wieder in schattige Rastplätze, so wie etwa in Werleshausen oder in Jestädt.
Eine weitere Besonderheit stellt die lange Tradition der Salzproduktion dar. Erste Anzeichen findet man bei Bad Sooden. Dort gibt es noch als Attraktion eine Soleanlage nach altem Vorbild. Die Sole wird nach oben gepumpt und tropft unter Dach über Reisig wieder nach unten. Salzreste sammeln sich am Reisig und formen so mit der Zeit korallenartige Gebilde. Die Umgebungsluft wird mit selbigem Salz ebenfalls angereichert, was den Kurgästen zugute kommt.
- Kassel - Hann. Münden - Hedemünden - Ermschwerd - Werleshausen - Lindewerra - Wahlhausen - Allendorf - Bad Sooden - Albungen - Jestädt - Eschwege











































