er erste Gang in Rudolstadt führte zum Tourismusbüro: hier versichterte man uns, dass noch 3 Tage Regenwetter anstehen – lange Mienen unsererseits, aber wir hatten es gefühlsmässig schon erwartet, denn die Wolken hingen immer gleich tief und dunkelgrau-nass über dem Saaletal. Der letzte Teil der geplanten Reise blieb also leider wetterbedingt versagt – das Hinauffahren zu den Fjorden der Talsperren der gewundenen Saale entlang bis nach Hof. 140 km haben am Ende gefehlt, aber die Freude und die Erinnerungen an die bereits gefahrene Strecke überwiegen bei Weitem – soviele verschiedene Eindrücke zu Landschaftsfolgen und Städten hatten wir selten auf einer Reise – aber auch sowenige andere Radler zum Austausch angetroffen. Mit den Regenüberwürfen die 15%-Steigungen hinaufzudampfen, über Stock und Stein und ohne Weitblick ins Land durch die tiefhängenden Nebelfetzen im Thüringer und Fichtelwald…das wäre nur ein trüber Ausklang gewesen!
In Rudolstadt, welches auch noch einer Besichtigung würdig gewesen wäre, packten wir unsere Sachen in den Zug und traten die Heimreise nach Salzburg an. Mit vielen Eindrücken und auch frischen Ideen, wohin es das nächste Mal gehen könnte, (Saale erster und dritter Abschnitt sind Silja´s Wunsch; Rainer schwebt eine West-Ost-D-Querung vor) oder welche Orte wir uns ohne Fahrrad, als schnöde Fußgänger/Wanderer, noch genauer ansehen wollen – einmal ohne die allabendlichen Zeltaufstell- und Kochrituale ist vielleicht auch einmal eine gute Abwechslung? Lang werden wir aber auf Rad und Zelt nicht verzichten wollen, soweit sind wir uns einig!!
Der Herbst kann kommen!










