die beiden Reisenden in Aktion
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ndlich auf der Südinsel angekommen, geht es mit Zelt und Kochgeräten im Rucksack in die Marlborough Sounds auf den Queen Charlotte Walkway. Dieser ist ohne Boot praktisch nicht zu erreichen, so mieten auch wir uns ein Wassertaxi für die Fahrt an den Ausgangspunkt und bestellen es für den nächsten Tag an einem anderen Ort zur Abholung. Eine unvergessliche Wanderung wartet!

Das Boot setzt uns bei Camp Bay ab, wie ein Wassertaxi bringt es die Wanderer zu verschiedenen Ausgangspunkten. Wir haben den am weitesten entfernten gewählt und gehen als letzte von Bord, kurz nach einem Pärchen aus Frankreich. Der Anstieg an sich wäre nicht so schlimm, es sind die vollgepackten Rucksäcke (und die stechende Mittagssonne), in denen sich nicht nur Kleidung und Vorräte, sondern eben auch alle Kochutensilien, Geschirr und das Zelt sowie Matten und Schlafsäcke befinden, die auf die Hüften drücken. Zu allem Überfluss hat es in der Nacht auch noch geregnet, das Wasser hat sich in die Zelthaut gesogen…armer Rainer!

Nichtsdestotrotz entschädigt die Rundumsicht für alle Plackerei. Völlig ungestört überqueren wir Rücken um Rücken, sehen in die Buchten hinunter, welche Farben wie von einem Kitschposter wiederspiegeln. Es wird deutlich wärmer als in den bisherigen Tagen, erstmals brauchen wir wirklich die kurzen Sachen und der Schweiß spritzt nur so aus den Poren. Umso erfreulicher dann unser Nachtlager: Ein kleiner Shelter mit Sitzgelegenheiten, welcher zum Kochen aufgestellt wurde, bietet eine gute Basis für den Abend, eine eigens eingerichtete und völlig leere Zeltwiese das Nachtlager. Die leichte Brise trocknet das Zelt nach etwa drei Minuten vollständig auf, da knirscht der Träger schon etwas mit den Zähnen!

Der Abstieg zur Bootsanlegestelle verläuft ähnlich malerisch wie der gestrige Aufstieg, einzig ein paar Wolken mehr zieren den Himmel. In der Mistletoe-Bay kommen wir noch in den Genuss eines kurzen Sprungs ins Meer, wir sind zu früh dran für unser Boot Richtung Picton. Weiter im Auto geht es zu einem Campingplatz in Mormorangi in netter Lage, und siehe da, das französische Pärchen ist ebenfalls dort eingekehrt! Bei der Frage, ob wir auch den süßen Kiwi bird, der ungeniert am Campingplatz herumwatschelt, gesehen haben, müssen wir schmunzeln. Die beiden sind aber nicht zu sehr enttäuscht, als wir ihnen erklären, dass es sich um einen Weka gehandelt hat,…ein Kiwivogel würde nie tagsüber aus dem Unterschlupf kommen!

  • Aufbruch mit dem Boot in die Marborough Sounds, der Queen Charlotte Walkway wartet!
  • Nach romantischer Übernachtung am Berggipfel wieder zurück in die Sounds, wo das Boot wartet
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