die beiden Reisenden in Aktion
D

as Steinerne Meer hat uns schon von Beginn an in seinen Bann gezogen. Daher war es nicht verwunderlich, dass uns unsere erste gemeinsame Hüttenwanderung überhaupt dort hingezogen hat. Der Anstieg zum Steinernen Meer ist von verschiedenen Punkten aus möglich, bekannt sind die Runden vom Königssee aus und der Anstieg über das Riemannhaus. Wir wählten die weniger erschlossene Route über die Peter Wiechentaler Hütte.

Diese kleine Hütte kann von Saalfelden aus mit freiem Auge gesehen werden da sie sehr aussichtig auf einer Kanzel liegt. Der Aufstieg ist abwechslungsreich und meist schattig, dabei passiert man auch die sogenannte Einsiedelei, wo sich tatsächlich – der Name ist Programm – Einsiedler aufhalten. Der weitere Weg führt über karstiges Gelände. Typisch für die abwechslungreiche Geologie Österreichs, nicht weit von dieser Stelle liegen die Hohen Tauern, wo man seine Wanderschuhe an Urgestein versuchen kann. Hier stattdessen besteht nun alles aus Kalk, für Rainer eher Neuland!

Nach einer schnarchreichen Nacht auf der Hütte (auch dies ist für Rainer Neuland) folgen weitere 400 Höhenmeter Anstieg bis zur Scharte. Unschuldig liegt das wiesenreiche Gelände vor uns, erst als wir den obersten Punkt erreichen erkennen wir den Grund für die Namensgebung: Das Steinerne Meer präsentiert sich tatsächlich wie ein erstarrter Ozean. Fast könnte man die Wellen rauschen hören! Einen attraktiven Höhenweg gibt es hier auch, aus Zeitgründen lassen wir den dieses Mal aber aus und bewegen uns mitten durch die Mondlandschaft. Viele Flechten, sehr viele Steine und Steinplatten und ein paar wenige Pflänzchen säumen den Weg, es gibt immer wieder was zu klettern oder zu balancieren, während die Sonne gnadenlos auf uns scheint.

Beim Riemannhaus ist dann Schluß mit der Einsamkeit, bis hierher trauen sich die Touristen über den sehr steilen Weg auf der anderen Seite heran. Wir nehmen diese Runde antizyklisch als Abstiegsvariante her, bewundern noch die Kletterer, die sich am Gipfel hinter dem Haus in der Wand versuchen und steigen dann den weiten Weg bis ins Tal hinunter wieder ab.

  • Aufstieg zur Peter Wiechentaler Hütte von Saalfelden aus, vorbei an der Einsiedelei, mit Blick in den Pinzgau
  • Aufstieg zur Scharte, Überschreitung derselben. Kurs nach Süden in Richtung Riemannhaus durchs Steinerne Meer, Abstieg hinter der Hütte über sehr steiles Gelände im Touristenstrom.
nach oben