die beiden Reisenden in Aktion

20.-21. Mai 2015

L

angsam aber sicher nähert sich der Urlaub dem Ende zu, nach so vielen Sonnentagen machen uns auch einmal Gedanken über das Wetter – ja, es soll in Kürze regnen, und zwar nicht nur stundenweise, sondern tagelang. Daher entscheiden wir uns, die Rückfahrt anzugehen; auch, weil ja Rainers Rad ohne Schaltung unbrauchbar für eine Erkundung des Ucka-Gebirges (das schon in dichten Wolken steckt) geworden ist, die uns noch in die Nase gestochen wäre. Aber wir müssen uns ja schliesslich noch einige Höhepunkte für das nächste Mal aufsparen!

Wir nehmen aber die Passstrasse über das Ucka-Gebirge und legen eine längere Pause in Buzet ein (wo wir den ausgesprochen netten Künstler Hari Ivancic kennenlernen und zum Andenken einen Landschaftsgemäldedruck erstehen). Über einer Tasse Kaffee (immer ein gutes und günstiges Vergnügen!) beschliessen wir, heute noch nach Slowenien weiterzufahren, denn Punkto Übernachten sieht es in Nordistrien schlecht aus, wie wir ja bereits wissen. Unsere Route legen wir nochmals durch den Karst; es ist wirklich eine Gegend, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, denn die Weiler sind winzig, nur teilweise bewohnt, Infrastruktur wie Geschäfte oder Bus gibt es nicht – ein Rätsel, wie die Menschen hier leben können! Kurz vor Jelovice werden wir durch einen Schlangen-Hochzeitstanz auf der Fahrbahn aus aus unseren Abschiedsgedanken gerissen. Immer wieder begegneten wir Schlangen (Kreuzottern, Sandottern) auf unserer Reise, öfter plattgefahrenen als lebendigen allerdings! Hoffentlich hat es das Schlangenpaar gut ins Unterholz geschafft!

Nach einer letzten und schon sehr nasskalten Nacht im Zelt bei Postojna besuchen wir das Karstmuseum vor Ort, eine Empfehlung für alle, die sich für Höhlenkunde, Geologie und Lebensweise im Karst interessieren. Überhaupt rundet der Museumsbesuch unsere Reise ab, denn wir sind durch viele gezeigte Gebiete gekommen, erkundeten zumindest oberirdisch die Landschaft und haben nun auch Vorstellungen von der „Unterwelt“.

Gemäss dem alten Spruch, dass sich bei Schlechtwetter leichter Abschied nehmen lässt, freuen wir uns nach drei Wochen Vagabundenleben auch wieder auf ein eigenes Bad und auf ein Dach über dem Kopf (zumindest bei Schlechtwetter!). Aber wir kommen gewiss wieder nach Slowenien, die alpinen Gegenden im Norden und Westen warten schon auf uns, es muss nur noch der Schnee schmelzen!

  • Fahrt Richtung Slowenien, über Opatija, Ucka-Pass und Buzet nach Postojna. Besonders schöne und abgeschiedene Ecke nördlich von Buzet: Brest, Vodice und Jelovice.
  • Karstmuseum in Postojna, Heimfahrt.
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