die beiden Reisenden in Aktion
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er Larmkogel, offizielle Höhenangabe 3017m, liegt äußerst aussichtig als Nachbarberg gleich neben dem Großvenediger und bietet auch einen hervorragenden Blick auf die Glocknergruppe. Die Anfahrt zum Anstieg erfolgt entweder mit dem Rad oder – wie in unserem Fall – mit dem Nationalparkbus. Die 15km in das Tal bei Hollersbach hinein sind für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Das ermöglicht es aber auch, eine Überschreitung zu machen und sich im Nachbartal wieder mit dem Bus abholen zu lassen.

Wir haben die Variante Aufstieg = Abstieg gewählt (uns war die Möglichkeit der Überschreitung nicht bekannt) und wurden mit einem grandiosen Tag belohnt. Der Aufstieg selbst ist aussichtig und unschwierig, auch der eine oder andere Paragleiter tummelt sich am sonnigen Hang bei guten Flugbedingungen. Bis zur neuen Fürther Hütte ist man in eher guter Gesellschaft, wobei man sich bald verliert. Emsige Bergsteiger rennen voran, langsame lässt man hinter sich, und schnell stellt sich ein recht einsames Berggefühl ein – ungemein befreiend!

Geht man die Route so wie wir von der Hollersbacher Seite aus, so verdeckt der Larmkogel fast die gesamte Zeit den Blick auf den Venediger, mit 3657m der zweithöchste Berg Österreichs. Umso imposanter tritt er dann in Erscheinung, wenn man am Sattel, knapp unter 3000m, zum ersten mal über die Kante blickt! Auch spürt man selbst aus der Entfernung die kühle Luft des Gletschers heranströmen. Die Gebetsfahnen passen irgendwie auch zu dieser Szenerie, woanders wären sie vermutlich arg verkitscht. Die letzten 100 Höhenmeter auf den Gipfel sind die einzig etwas schwierigeren, auch weil es durch die Höhe schon etwas anstrengender von der Hand geht als sonst. Belohnt wird man mit ungetrübter Aussicht in vier Richtungen, kein Wunder dass ein namhafter Kartenhersteller genau diesen Punkt für das Titelbild der passenden Wanderkarte gewählt hat!

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