die beiden Reisenden in Aktion
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as schenkt man seinen Eltern sinnvollerweise zu Weihnachten? Eine Patenschaft für eine Parzelle (20 qm) im Nationalpark Hohe Tauern! Wie sich herausstellt, liegt das Grundstück (leider nur ideell unser Besitz!) direkt am Göslessee im Lasörlinggebirge, gut zu Fuss erreichbar vom Virgen- oder Defereggental. Die Suche nach einem Geburtstagsgeschenk für Almuts 75er hat somit auch rasch ein Ende gefunden; wir beschliessen, zu viert Anfang September 2015 zur Neuen Reichenberger Hütte (2586 müM)  samt Übernachtung hinaufzuwandern und uns vor Ort ein Bild zu machen. Rainer bietet sich als Sherpa an; nur das Wetter macht uns beinahe einen Strich durch die Rechnung, denn die zwei Tage vor der geplanten Unternehmung zieht eine Kaltfront mit Schneefall über die Alpen. Aber bei unserer Ankunft in St. Jakob zeigt sich schon die Abendsonne durch die Wolken hindurch und so gehen wir guten Mutes ins Bett…der Hüttenwirt versichert uns noch telefonisch, dass der Aufsteig machbar ist.Die Runde werden wir im Gegenuhrzeigersinn erwandern, dh hinwärts am Rudolf-Kauschka-Höhenweg, retour geht es über den Normalweg im Trojeralmtal. Bei der Ankunft auf der Hütte ist noch ausreichend Zeit und Licht, um zu Fuss ohne Gepäck die Gegend zwischen Bachlenkenkopf und Gösleswand querfeldein zu erkunden. Nach einer frischen Nacht in der fast leeren Hütte (dafür einmal ohne Schnarcher!) freuen wir uns auf den strahlenden Morgen und beschliessen, die Senke („Sentenböden“) westlich der Hütte zu besuchen. Sehr zufrieden über die gelungene Wanderung, wo Wetter und Stimmung sonnig sind, und stolz auf Almut und Egon, die schon lange keine Hüttenübernachtung mehr erlebt haben, geht es dann talauswärts, zurück nach St. Jakob.

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