die beiden Reisenden in Aktion
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ur Abwechslung: Regen. Aber richtig. nicht nur so ein schnelles Husch-Pfusch-Pfützchen, sondern eher was von der Kategorie „Wetterstein oben und unten nass → Sintflut“. Woher diese Regel kommt? Von den Wettersteinen, die hier in der Region in verschiedenen Versionen vorkommen. Das Ganze funktioniert so: Man nehme einen Stein, hänge ihn an einer Kette an ein Gestell, so dass er frei wie ein Pendel baumeln kann. Fertig ist die präziseste Wetterstation der Welt aber erst mit folgender Anleitung zum Mitraten (Klick auf Titel gibt Lösung frei):

  • Stein wirft Schatten

    Sonne scheint
  • Stein wirft keinen Schatten

    Bewölkung am Himmel
  • Stein unsichtbar

    dichter Nebel
  • Stein oben nass

    Regen fällt
  • Stein unten nass

    Sturmflut
  • Stein oben weiß

    Schnee
  • Stein fehlt

    Stein geklaut

Die Reiseroute für diesen Tag führte von Laasche/Gartow nach Seehausen → Osterburg → Hassel bei Stendal. In dieser Region trifft man des öfteren auf die beeindruckend ausgebauten Windparks, die – unserer Meinung nach – völlig geräuschlos ihren Dienst verrichten. Sehr oft werden die Parks auch gleich kombiniert mit Photovoltaikanlagen, sodass bei den meisten Witterungsverhältnissen in dieser Region Strom erzeugt werden kann.

Diese Ecke der Altmark ist wohl noch dünner besiedelt als der Rest – was an einem nasskalten Tag wie heute zu Abstrichen führen kann. Eine geplante Fuss-Aufwärm-Kaffee-Station in der ehemaligen Hansestadt Seehausen fiel aus, kein Kaffeehaus hat am Sonntag geöffnet. In Osterburg, ebenfalls eine Ex-Hanse, hatten wir mehr Glück und stiessen bald einmal auf eine Konditorei – wir waren jedenfalls nicht die einzigen Kuchen-Kaffee-Bedürftigen dort! Sachsen-Anhalt scheint diesbezüglich keinen Bedarf zu haben – generell ist es dort mit Gaststätten magerst bestückt (oder sie haben für immer geschlossen!).

Ein Highlight war sicherlich die Stadt Stendal. Uns vom Namen her noch völlig unbekannt bietet sie so manche schmucke Gasse wie auch großartige Klinkerbauten, die zu den ältesten noch erhaltenen Deutschlands zählen.

  • Laasche/Gartow nach Seehausen → Osterburg → Hassel bei Stendal
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