die beiden Reisenden in Aktion
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it leichtem Gepäck (auf Neudeutsch ausgedrückt: „Mit Ohne“) drehten wir im wahrsten Sinne des Wortes eine Runde an der Elbe. Zuerst mit der Fähre auf die andere Seite ins brandenburgische Lenzen, dann etwas abseits der Elbe im Norden eine Schleife, danach wieder zurück und am bequemen und stellenweise sehr aussichtigen Elbdammweg nach Wittenberge. Im Zuge der letzten Hochwässer an der Elbe wurden viele Dämme ins Landesinnere zurückversetzt, um mehr Platz für den Fluss im Ernstfall zu schaffen…diese Nasswiesen können kaum landwirtschaftlich genützt werden, werden aber von Urpferden beweidet und sind das Eldorado für froschsuchende Störche, Reiher und andere Vögel.

In Wittenberge über die Brücke und dann wieder auf der Südseite zurück nach Gartow. In nur einem Tag 3 Bundesländer durchkreuzt!

Der Elberadweg ist wohl für jedermann machbar wie auch interessant. Wer will, kann Strecke machen, wer das nicht will, hat jede Menge Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Einzig Lenzen steht „still“, der Ort ist sehr stark heruntergekommen, jedes zweite Fachwerkhaus zerbröselt… es finden sich keine Käufer bzw gibt es keine offiziellen Eigentümer. Zu DDR-Zeiten war es ein belebtes Stätdchen, heute sind fast alle Läden in der Altstadt leer – ein Supermarkt am Stadtrand genügt wohl für die Bedürfnisse.

So ist es nicht verwunderlich, dass dies mit 96 km unsere längste Etappe der Reise werden sollte, aber bei Weitem nicht die anstrengendste (wobei irgendwann am Heimweg uns schon noch der Gegenwind einholte!!). Aber auch für Geschichtsliebhaber gibt es an der Elbe immer wieder Interessantes zu sehen, einige Gedenkstätten zeugen noch von der Zeit, in der es Deutschland gleich zweimal gab.

  • Gartow → Lenzen → Cumlosen → Wittenberge → Wahrenberg → Schnackenburg.
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